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Foto: coyot, Pixabay

Handwerksberufe: Tradition trifft Innovation

08.11.2021

Die bunte Welt der Handwerksbranche ist facettenreich und vielfältig. Anlagenmechaniker, Mechatroniker, Elektroinstallateur und Schreiner. Oder wer es ausgefallen mag: Wie wäre es mit einer Ausbildung zum Reepschläger, Böttger oder Modist? Über 130 zukunftssichere Handwerksberufe gibt es mittlerweile in ganz Deutschland. Die meisten Handwerksberufe bringen eine lange traditionsreiche Geschichte mit sich. Gleichzeitig steht die Branche der Handwerksberufe vor einer großen Herausforderung: Innovation und Digitalisierung.

Handwerksberufe mit langer Geschichte

Traditionell kümmerten sich in den früheren Jahrhunderten die Zünfte um das Handwerk. Sie überwachten die Qualität der Dienstleistungen und unterstützen ihre Mitglieder. Im Jahr 1862 wurden allerdings alle Zünfte aufgehoben. Die völlige Gewerbefreiheit brach aus: Jeder, der glaubte ein Handwerk zu beherrschen, durfte es ausüben. Das Ansehen der handwerklichen Berufe sank. Im Jahr 1897 kam dann die Wendung. Das Handwerkerschutzgesetz wurde eingeführt und schuf die Grundlage für Qualitätskontrollen im Handwerk. In den darauffolgenden Jahren wurden dann die Handwerkskammern gegründet.

Handwerksberufe in acht Kategorien

Bei über 130 Handwerksberufen ist für jeden Interessenten etwas dabei. Die einzelnen Berufe sind unterschiedlich. Was alle angehenden Handwerker mitbringen sollten, ist handwerkliches Geschick und jede Menge Kreativität und Tatendrang. Je nach Neigung und Interesse stehen den Handwerkern folgende Gewerbe zur Verfügung:

  1. Holzgewerbe
  2. Bau- und Ausbaugewerbe
  3. Bekleidungs-Textil- und Ledergewerbe
  4. Elektro-und Metallgewerbe
  5. Gesundheits- Körperpflege - und Reinigungsgewerbe
  6. Kaufmännische Berufe
  7. Lebensmittelgewerbe
  8. Glas- Papier- und Keramikgewerbe


Dual durchstarten im Handwerk

Die Ausbildungen im Handwerk finden dual statt. Das bedeutet, dass die angehenden Handwerker in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb ihr Handwerk lernen. Die Ausbildung wird ergänzt durch eine überbetriebliche Ausbildung. Das sind Lehrgänge in den Ausbildungszentren des Handwerks. Dort werden die Inhalte vermittelt, die die Auszubildenden im Betrieb nicht erlernen können.

Im Anschluss an die Ausbildung haben Handwerker die Möglichkeit ihre Meisterprüfung abzulegen und sich selbstständig zu machen. Viele Handwerker lassen sich zum Techniker weiterbilden oder absolvieren ein Studium an einer Hochschule.

Innovationen in den Handwerksberufen

Die Handwerksbranche ist mittlerweile ohne die Anwendung neuester Technologien und digitaler Verfahren nicht mehr denkbar. Die Digitalisierung erschließt für das Handwerk neue Chancen und Möglichkeiten. Die Produktivität und Effizienz der Betriebe wird deutlich erhöht. Gerade mittelständische Unternehmen und kleine Betriebe bekommen damit die Möglichkeit mit anderen Unternehmen und der Industrie zusammenzuarbeiten.

Handwerksberufe: Der Spagat zwischen traditionell und modern

Handwerkliche Berufe haben ihren Ursprung häufig bis weit in die Antike hinein. Diesen Schatz gilt es zu wahren. Gleichzeitig ist es die wohl größte Herausforderung der Branche innovativ, modern und für junge Arbeitnehmer attraktiv zu bleiben.